
In meinem Urlaub, bin ich mit meiner Freundin in das Designer Outlet nach Roermond gefahren. Eigentlich für mich und meine Freundin wie immer ein zufriedener und ausgiebiger Shoppingtag – wie sollte es auch sonst sein. Leider waren auch in Holland fast alle Terminals von dem und jetzt endlich behobenen Softwareproblem betroffen, sodass man so gut wie gar nicht mit der EC- bzw. Kreditkarte bezahlen konnte. Zum Glück hatten wir uns vorher noch mit genügend Bargeld eingedeckt, sonst wäre die Shoppingtour zu einem echten Reinfall geworden, denn auch die Geldautomaten haben unsere Geldkarten nicht akzeptiert. Aber über diese Problematik haben schon diverse andere Blogs ausführlich berichtet, sodass ich auf dieses- wenn auch für mich sehr spannendes Thema nicht weiter eingehen möchte.
Vielmehr ist mir eine andere Sache ins Auge gefallen, die mich sehr fasziniert hat. In einem Supermarkt hat man die Möglichkeit, seine Artikel via Handscanner selber zu scannen und am Ende des Einkauf ganz bequem via Kundenkarte bezahlen.
Hier der Prozess einmal im Detail
Voraussetzung für die Nutzung des ‚Selfsscaning‘ ist, dass man sich eine Kundenkarte für den entsprechenden Supermarkt besorgt hat. Ist man Besitz dieser Karte, so kann man sich zum Start des Einkaufs eines Handscanners bedienen. Dieser wird dann praktischer Weise direkt in eine Halterung am Einkaufswagen gesteckt, sodass man direkt, nachdem man die Ware aus dem Regal genommen hat, diese einscannen kann. Die eingescannte Ware wird dann direkt auf eine Liste auf dem Handscanner hinzugefügt. Das hat den kleinen netten Vorteil, dass man sofort über den zu zahlenden Betrag im Einkaufswagen Bescheid weiß. Das entnehmen der Ware funktioniert analog zum hinzufügen. Hat man seinen Einkauf beendet geht man mit seinem Einkaufswagen zu einem Terminal und ‚checkt‘ aus. Man bezahlt bequem mit Kunden- oder EC-Karte. Um sicherzustellen, dass der Einkäufer nichts unbezahlt mitgehen lässt, werden Stichproben genommen. Soll heißen: Es werden nach Zufallsprinzip Personen raus gepickt, welche dann noch einmal überprüft werden. Im Einzelnen heißt, dass das noch einmal alle Waren im Einkaufswagen mit dem Kaufbeleg abgeglichen werden.
Aber genau an dieser Stelle liegt der Hase für mich im Pfeffer. Zum Einen ist der Zeitvorteil, welches das System verspricht für den Kunden verworfen und zum Zweiten kann der Supermarkt nicht 100%ig sicher sein, dass der Kunde alle Waren bezahlt hat.
Fazit
So richtig ausgereift ist diese Technologie noch nicht. Aber trotzdem ein Schritt in die richtige Richtung um dem Kunden den Einkauf zum Beispiel rund um die Uhr zu ermöglichen. Leider birgt das System auch die Gefahr, dass bei Ausmerzung aller Probleme auf Mitarbeiter verzichtet werden kann – es hat also wie immer alles seine zwei Seiten der Medaille.



